Der Unterschied ist viel größer als man glauben möchte.
Ich nenne hier mal die beiden wichtigsten:
- Das Trägermaterial:
Farbkarten für Digitalkameras sollten ein Trägermaterial (Bedruckstoff) haben, der möglichst frei ist von Effekten der «Metamerie».
Da Fotografisches Material NICHT frei ist von diesen Effekten, ist es zur Profilerstellung für Digitalkameras ungeeignet.
Will man hingegen ein Profil für den Scanner erstellen, ist es sinnvoll wenn die Farbkarte den gleichen metamerischen Effekten unterliegt wie die später zu scannenden Motive.
Aus diesem Grund gibt es die IT8 Vorlagen auch auf den unterschiedlichsten Fotografischen Materialien (sowohl bei Aufsicht als auch bei Durchsicht)
- Die Auswahl der Farbfelder:
Bei einer Farbkarte für Digitalkameras ist eine maximal mögliche Neutralität der Graufelder unabdingbar, da die Referenzaufnahme meistens nicht zu 100% mit den folgenden Aufnahmen übereinstimmt. Farbverschiebungen entlang der Grauachse wären die Folge. Bei den Farbfeldern findet sich eine starke Dominanz der Hauttonfarben sowie hochgesättigter Primär- u. Sekundärfarben.
Eine Farbkarte für Scanner verteilt hingegen die Farben über den gesamten Farbraum relativ gleichmäßig. Starke Schwankungen sind innerhalb des Scanners nicht zu erwarten (außer des langsamen Alterungsprozesses)
Rein technisch gesehen kannst Du natürlich einfach dein Scanner ICC mit der Kamera-Farbkarte im OnlineProfiler Kamera-Modul machen.
Wie gut dieses Ergebnis dann ist hängt von Deinem Scanner, Deinen Vorlagen und vor allem von Deinem Anspruch ab.
Ich hoffe, meine Ausführungen haben ein wenig geholfen.
Gruß